03.09.17 – Entschärfung einer Weltkriegsbombe in FFM

Am 03. September 2017 sollte in Frankfurt am Main eine Weltkriegsbombe (mit 1,4 Tonnen Sprengstoff) aus dem 2. Weltkrieg an der Goethe Universität entschärft werden.

Da alle Personen im Umkreis von 1.500 m Ihre Wohnungen und alle Gebäude verlassen mussten, mussten für die Entschärfung ca. 60.000 Personen evakuiert werden. Darunter waren auch 2 Krankenhäuser und ca. 10 Altenpflegeheime. Aufgrund dieser großen Evakuierung, stellt die Stadt Frankfurt am Main am Donnerstag ein Hilfeersuch an das Land Hessen. Durch das Land Hessen wurden dann fast alle Sanitäts- und Betreuungszüge in Hessen in Voralarm versetzt.

Durch diesen Alarm wurden auch wir in Alarmbereitschaft versetzt. In Rücksprache mit der unteren Katastrophenschutzbehörde Rheingau-Taunus wurden wir für Sonntagmorgen 5:30 Uhr an die Jahrhunderthalle Frankfurt alarmiert.

Nach dem sich unser Zug um 4:00 Uhr in der Wache Niedernhausen versammelt hatte, fuhren wir im GeschlossenenVerband nach Frankfurt.

Nach kurzer Lageerkundung durch die Zugführung und eine Einweisung in das Objekt, warteten wir auf die Betroffenen aus dem Evakuierungsgebiet. Darunter waren neben den wenigen Betroffenen aus der Bevölkerung auch 3 Altenpfelgeeinrichtungen mit gehenden, sitzenden und liegenden Patienten.

Zusammen mit dem 1. Betreuungszug Frankfurt am Main und Groß Gerau (beide vom DRK) teilten wir die Halle/Unterkunft in unterschiedliche Abschnitte ein.

Gegen 15 Uhr wurden wir dann nach ca. 12 Stunden im Einsatz durch Einheiten aus Bayern abgelöst und konnten die Heimreise antreten und den restlichen Sonntag, die Eindrücke verarbeiten und das Wochenende im Kreise der Familie ausklingen lassen.