2011

24.09.2011 – Betreuungszug übt überörtlichen Einsatz

 

Tagelanger Starkregen, Orkan und Stromausfall in Mittelhessen, das war das Übungsszenario für die diesjährige 24-Stunden-Übung des 1. Betreuungszuges Rheingau-Taunus.

Im Rahmen dieser Übung werden die Katastrophenschutzhelfer auf Einsätze in großer Entfernung vorbereitet, die regelmäßig unter gänzlich anderen Rahmenbedingungen stattfinden als die „normalen“ Einsätze in der örtlichen Gefahrenabwehr.
So müssen die Helfer auf Feldbetten in Turnhallen übernachten, die Versorgung ist oft improvisiert und eine kalte Dusche am morgen ist manchmal schon Luxus.
Am Freitagnachmittag gegen 16:30 Uhr trafen die Helfer SEG Betreuung auf der Wache Niedernhausen ein.
Nach einer kurzen Einweisung in die Lage wurden die Einsatzfahrzeuge beladen und besetzt und es ging im geschlossenen Verband zusammen mit dem Zugtrupp zunächst in Richtung Pohlheim.
Dort eingetroffen wurde die vorgesehene Notunterkunft, die Volkshalle im Ortsteil Watzenborn-Steinberg, erkundet und für die Unterbringung der Helfer sowie etwaiger Betroffener eingerichtet. Einige Bewohner, die von dem Unwetter betroffen waren, trafen dann auch bald ein, wurden registriert und betreut. Sogar eine Suchmeldung musste aufgenommen werden, da einer der Betroffenen seinen Sohn vermisste.
Gegen 20:00 Uhr kam es dann zu einem folgenschweren Verkehrsunfall in der Nähe der Unterkunft.
Ein Fahrzeug des ASB Landesverband war aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse von der Straße abgekommen und gegen eine Brücke gefahren.
Zwei Personen waren verletzt und das Auto begann verdächtig zu rauchen. Schnell wurde ein Fahrzeug des Betreuungszuges mit einer Betreuungsstaffel besetzt, so dass vor Ort Erste Hilfe geleistet werden konnte.
Die Helfer mussten zunächst die Unfallstelle absichern, die Verletzen aufsuchen und die Art der Verletzungen ermitteln. Zusammen mit der ebenfall kurz darauf am Einsatzort eintreffenden Feuerwehr Watzenborn- Steinberg, die die Unfallstelle ausleuchtete und den Brandschutz sicher stellte, wurden die Personen dann gerettet.
Zum Glück handelte es sich auch bei diesem Vorfall nur um eine Übungseinlage, so dass die Verletzen mit den Kräften der Feuerwehr und den Helfern des Betreuungszuges zu Übungsnachbesprechung bei Steaks und Wurst in der Volkshalle kommen konnte.
Mit der Auslosung von Aufgaben für den nächsten Tag endete der offizielle Teil der Übung am Freitag gegen 22:30 Uhr.
Die Nacht war für die Helfer um 7:00 Uhr wieder zu Ende, die Unterkunft musste geräumt, die Fahrzeuge einsatzbereit gemacht und der Weg zum Kloster Schiffenberg angetreten werden.
Dort trafen neben der SEG gegen 9:00 Uhr auch die restlichen Fahrzeuge des Zuges ein, wo ein gemeinsames Frühstück erfolgte. Wie am Vortag ausgelost mussten sich nun die Helfer in Gruppenarbeiten darauf vorbereiten, die Einsatzfahrzeuge bei dem auf dem Kloster stattfindenden Helfertag den Besuchern vorzuführen und zu erklären.
Das Studium von Beladelisten und der Aufbau der Ausstellung brachten den Helfern einen detaillierten Einblick in die Einzelheiten „ihres“ Fahrzeuges. Um 15:00 Uhr wurde die Fahrzeugausstellung beendet, und nachdem sich alle Helfer noch mal mit den angebotenen Speisen und Getränken gestärkt hatten ging es, wiederum im geschlossenen Verband, über Autobahnen und Landstraßen quer durch den Taunus zurück nach Niedernhausen. Dabei wurde wieder einmal deutlich, dass viele Verkehrsteilnehmer mit einer Kolonne aus fünf Einsatzfahrzeugen oft überfordert sind.
Daraus entstanden hier und da schwierige Situationen, die durch umsichtiges Handeln der Kraftfahrer aber schnell gelöst werden konnten. Um 18:30 Uhr waren schließlich alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit und die Übung wurde nach rund 26 Stunden beendet. Für alle beteiligten Helfer stellte dies eine gute und sinnvolle Vorbereitung auf künftige Einsätze dar.
Aber auch das kameradschaftliche Miteinander kam nicht zu kurz, und außerdem konnten beim Helferfest auf dem Schiffenberg einige Bekannte aus anderen regionalen Gliederungen getroffen und deren Einsatzausrüstung, wie den Ambulanzbus des ASB Frankfurt und Höchst oder ein Quad aus Darmstadt besichtigt werden. Alle waren sich einig: Nächstes Jahr sind sie wieder dabei!

 

06.09.2011 – Verleihung der Katastrophenschutz-Medaille

Anlässlich der Verleihung der Katastrophenschutz-Medaille an Helferinnen und Helfer des 1. Betreuungszuges des Rheingau-Taunus-Kreises, bestehend aus den Mitgliedern des ASB Niedernhausen und Taunusstein, konnte der 1. Vorsitzende des ASB Niedernhausen Gerhard Lang zahlreiche Besucher aus der Politik und von befreundeten Vereinen und Institutionen begrüßen. Unter den Gästen befand sich der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises Burkhard Albers. Die Gemeinde Niedernhausen war vertreten durch Herrn Bürgermeister Günter F. Döring und den ersten Beigeordneten Lothar Metternich. Den ASB Landesverband Hessen vertraten Edwin Marneth und Volker Wagner.

In seiner Begrüßungsrede berichtete Gerhard Lang anschaulich über die Aufgaben des Katastrophenschutzes und über die Leistungen, die die zu Ehrenden in der Vergangenheit erbracht haben.

Die Ehrungen nahm in Namen des Landes Hessen Herr Landrat Burkhard Albers vor.

Ausgezeichnet mit der „Silbernen Katastrophenschutz-Medaille“ wurde Horst Gottron, der sich sehr über diese Auszeichnung freute.

Für ihre langjährigen Verdienste wurden Nicole Mestel, Matthias Ott, Markus Naumann, Kai Wagner sowie Michael Velten mit der „Bronzenen Katastrophenschutz-Medaille“ ausgezeichnet.

Anschließend bot sich für die Gäste die Möglichkeit, die Katstrophenschutzfahrzeuge sowie die dazugehörigen Gerätschaften zu besichtigen. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die mit einem gemütlichen Beisammensein und einem kleinen Imbiss ihren Abschluss fand.

Einen Wunsch an die Politiker von der kommunalen Ebene bis in den Bereich der Landesregierung hinein hat jedoch Gerhard Lang noch. Er wünscht sich ein kleines Dankeschön als Anerkennung und Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit für die Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz, die rund um die Uhr einsatzbereit sind, um Menschen in Notlagen jederzeit selbstlos helfen zu können.

Gerhard Lang, 5.09.2011

auf Bild von links: Landrat Burkhard Albers, Kai Wagner, Horst Gottron, Michael Velten, 1. Vorsitzender Gerhard Lang, Mathias Ott, Nicole Mestel, Bürgermeister Günter F. Döring und 1. Beigeordneter Lothar Metternich

16.05.2011 Meisterfeier in Dortmund – ASB Hessen unterstützt

400.000 Menschen waren auf den Beinen,
um die Deutsche Fußballmeisterschaft für Borussia Dortmund
zu feiern. Das Gelände rund um die Signal-Iduna-Arena,
die Westfalenhallen sowie die B1 verwandelten sich in eine riesige
Partymeile. Derartige Feierlichkeiten stellen auch eine
Herausforderung für den Sanitätsdienst dar. So ergab es sich,
dass sich über 30 ehrenamtliche Helfer des ASB bereits am Freitag
aus den hessischen Regionen Kassel, Wiesbaden, Taunusstein,
Frankfurt und Niedernhausen zur Unterstützung des ASB Dortmund
auf den Weg machten.

 

 

Gemeinsame Sanitätsdienste unter Beteiligung mehrerer Ortsverbände haben in Hessen eine lange Tradition und werden seitens der Helferschaft immer wieder gefordert. In Dortmund haben die über 30 Helfer bei der Betreibung einer Unfallhilfsstelle, ausgelegt für eine Versorgung von maximal 25 Verletzten pro Stunde, direkt am Dortmunder Hauptbahnhof, dem Eingangstor zur Stadt, einen von allen Seiten gelobten Dienst geleistet.

Insgesamt wurden über 70 Verletzte in der Zeit von 10 Uhr morgens bis tief in die Nacht hinein (4 Uhr) versorgt. Weitere 15 Personen mussten mit dem Kranken- oder Rettungswagen in umliegende Kliniken gebracht werden, wo sie weitere Hilfe erwartete.

Nach kurzer Nacht in einer Turnhalle erfolgte am Sonntagvormittag die Rückreise nach Hessen. Alle Helfer waren sich einig: Auch wenn es anstrengend war; es war eine neue Erfahrung – und es war auch schön, Helfer anderer hessischer Regionen kennen zu lernen.

Die beiden Vorstandsmitglieder des Landesverbandes Edwin Marneth (Planung + Orga) und Volker Wagner (als Helfer vor Ort) konnten sich vom guten Zusammenspiel der Helfer aus den einzelnen hessischen Regionen überzeugen und sprechen hier ausdrücklich den Dank des Landesvorstandes an alle beteiligten Personen aus.

 

16.03.2011 – Hessischer Innenminister besucht den ASB Betreuungszug

Notfallvorsorge und Bevölkerungsschutz sind traditionelle Aufgaben des Arbeiter-  Samariter-Bundes. Von der Leistungsfähigkeit vor Ort überzeugten sich am Dienstag den 15. März bei Ihrem Besuch beim ASB in Niedernhausen der hessische Innenminister Boris Rhein und der heimische Landtagsabgeordnete Peter Beuth.

Zur Besichtigung des 1. Betreuungszuges des Rheingau-Taunus-Kreises, der vom ASB in Niedernhausen gemeinsam mit den Samaritern aus Taunusstein gestellt wird, konnte der Landesvorsitzende des ASB Hessen, Ludwig Frölich, auch die erste Kreisbeigeordnete Jutta Nothacker, einige Mitglieder des ASB-Landesvorstandes,  den Landesgeschäftsführer Jörg Gonnermann sowie zahlreiche Vertreter der Lokalpolitik und von anderen Hilfsorganisationen begrüßen.

Vor der beeindruckenden Kulisse von mehr als dreißig ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des ASB, die sich vor ihren Einsatzfahrzeugen aufgestellt hatten, betonte Frölich die Wichtigkeit eines funktionierenden Katastrophenschutzes. Dies wird am aktuellen Beispiel der tragischen Ereignisse in Japan besonders deutlich. Umso wichtiger sei es, dass der ASB als ehrenamtliche Hilfsorganisation eng mit den Gremien des Landes und der Landkreise und kreisfreien Städte zusammen arbeitet. Für die dabei geleistete Unterstützung dankte er dem Minister ausdrücklich und verband damit den Wunsch, die Zusammenarbeit aller Organisationen, etwa durch eine gemeinsame Werbekampagne für mehr ehrenamtliches Engagement, weiter zu fördern.

 

Nach einem kurzen Grußwort konnte der Minister sich bei einer Vorstellung der Einsatzfahrzeuge und Geräte durch Helfer des Betreuungszuges von dem praktischen Einsatzwert der Einheit überzeugen. Besondere Highlights waren dabei die im letzten Jahr vom Land Hessen angeschaffte Feldküche, das vom Landesverband des ASB bereit gestellte Beleuchtungsgerät sowie der in Eigenleistung von den ehrenamtlichen Helfern aufgebaute Einsatzleitwagen, der vor kurzem bei einem Einsatz auf der Autobahn A3 seine Feuertaufe bestanden hatte.

 

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Anwesenden darüber einig, dass ehrenamtliches Engagement die wichtigste Stütze des Bevölkerungsschutzes in der Bundesrepublik ist. Fast ebenso wichtig ist es allerdings, den Helferinnen und Helfern für ihre Aufgaben angemessenes Material zur Verfügung zu stellen. Hier sind das Land Hessen, der ASB Landesverband und die regionale Gliederungen auf einem guten Wege und nehmen in Deutschland in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle ein.

Auf dem Bild sind von links: ASB Landesgeschäftsführer Hessen Jörg Gonnermann, Zugführer 1.Btz. Rhg.Ts Matthias Ott,
1. Vorsitzender ASB Niedernhausen Gerhard Lang, Landtagsabgeordneter Peter Beuth, 1. Kreisbeigeordnete Rheingau-Taunus
Jutta Nothacker, Hessischer Minister des Innern und Sport Boris Rhein, 1. Landesvorsitzender ASB Hessen Ludwig Frölich,
Voritzender der Gemeindevertretung Niedernhausen Lothar Metternich, Stv. Zugführer 1.Btz. Rhg.Ts Kai Wagner.